Schätzung der HVAC-Last: Interner Wärmegewinn durch Beleuchtung

Beleuchtungssysteme stellen einegroße interne Wärmequellein Gewerbegebäuden, was sich erheblich auf die HLK-Kühllast und den Energieverbrauch auswirkt. Eine genaue Schätzung des Wärmegewinns der Beleuchtung ist entscheidend für die richtige Systemdimensionierung, ein energieeffizientes Design und eine optimale Integration des Beleuchtungssystems.

Grundlegende Standards für den Wärmegewinn bei Beleuchtung

Professionelle HVAC-Ingenieure nutzen umfassende Datenbanken zur Wärmegewinnung durch Beleuchtung, um genaue Lastberechnungen und eine effektive Koordination zwischen Beleuchtungs- und HVAC-Systemen sicherzustellen.

Referenzen zur Kernbeleuchtungslast

StandardAbschnittSeitenBerichterstattungsfokus
2017 ASHRAE -GrundlagenAbschnitt 18.2.2, Tabellen 2, 3474, 475Umfassende Wärmegewinnraten und Berechnungsmethoden für die Beleuchtung
2006 CIBSE Guide A Environmental DesignAbschnitt 6.4, Tabellen 6.2, 6.4, 6.5269, 270Europäische Beleuchtungsstandards und Anwendungen zur Wärmegewinnung
Träger Teil 1 LastschätzungKapitel 07, Tabelle 49101Praktische Daten zum Wärmegewinn durch Beleuchtung für Lastberechnungen

Grundlegende Konzepte zur Wärmegewinnung durch Beleuchtung

Komponenten zur Wärmeerzeugung

Wärmegewinn durch Beleuchtungbesteht aus mehreren Komponenten, die sich unterschiedlich auf das Design des HVAC-Systems auswirken:

Strahlungswärmeanteil:

  • Direkte Strahlung: Wärmeübertragung auf Oberflächen und Personen
  • Oberflächenabsorption: Verzögerte Wärmeabgabe aus der Baumasse
  • Zeitverzögerungseffekte: Spitzenlastverschiebung durch thermische Speicherung

Konvektiver Wärmeanteil:

  • Sofortige Lufterwärmung: Direkte Wärmeübertragung an die Raumluft
  • Momentane Belastung: Unmittelbare Auswirkung auf den Kühlbedarf
  • Auswirkungen der Lufttemperatur: Direkter Einfluss auf die Raumkonditionierung

Klassifizierungen der Lichttechnik

Die Wärmeerzeugung variiert erheblichnach Lichttechnik und Effizienz:

BeleuchtungstypEfficacy (lm/W)WärmegewinnfaktorTypische Anwendungen
Glühend10-203,41 Btu/h/WWohnen, Spezialgebiet
Halogen15-253,41 Btu/h/WAkzentuierung, Displaybeleuchtung
Fluoreszierend T1250-803,41 Btu/h/WLegacy-Werbespot
Fluoreszierend T880-1003,41 Btu/h/WStandard-Werbespot
Kompaktleuchtstofflampe50-703,41 Btu/h/WWohnen, kleine Gewerbeflächen
LED80-150+3,41 Btu/h/WModernes Gewerbe- und Wohngebäude

ASHRAE-Daten zum Wärmegewinn bei Beleuchtung

Tabellen 2 und 3 Anwendungen

ASHRAE-Tabellen 2 und 3Bereitstellung detaillierter Wärmegewinnkoeffizienten und Berechnungsverfahren für die Beleuchtung:

Standardberechnungsmethode:

  • Totaler Wärmegewinn: Q = W × 3.41 Btu/hr/W (for electrical input)
  • Strahlungsanteil: Variiert je nach Gerätetyp und Installation
  • Konvektiver Anteil: Sofortiger Kühllastanteil
  • Zeitverzögerungsfaktoren: Für Spitzenlastberechnungen

Vorrichtungsspezifische Überlegungen

Verteilung des Wärmegewinnshängt von den Eigenschaften der Vorrichtung ab:

Einbauleuchten:

  • Plenumwärme: Anteil der über der Decke abgegebenen Wärme
  • Raumwärme: Wärme wird direkt an den klimatisierten Raum übertragen
  • Rücklufteffekte: Auswirkungen auf die Belastung des Lüftungssystems

Aufputzleuchten:

  • Höherer Raumanteil: Mehr Wärme direkt in den klimatisierten Raum
  • Reduzierte Plenumwärme: Geringere Auswirkung auf die Rücklufttemperatur
  • Zugänglichkeitsfaktoren: Überlegungen zur Wartung und Wärmeverteilung

Fortschrittliche Beleuchtungssysteme

Hocheffiziente Technologien

LED-Beleuchtungssystemeerfordern aktualisierte Wärmegewinnberechnungen:

LED-Eigenschaften:

  • Variable Wirksamkeit: Große Auswahl an Effizienzstufen
  • Fahrerwärme: Wärmeerzeugung durch elektronisches Vorschaltgerät
  • Wärmemanagement: Effekte der Kühlkörper- und Treiberplatzierung
  • Dimmeffekte: Variable Wärmeerzeugung mit Lichtleistung

Steuerungssystemintegration

Lichtsteuerungbeeinflussen die Wärmezunahmemuster erheblich:

Kontrollstrategien:

  • Belegungssensoren: Reduzierte Betriebsstunden und Wärmegewinn
  • Tageslichtnutzung: Variable künstliche Beleuchtungslasten
  • Zeitplanung: Vorhersehbare Lastmuster
  • Persönliche Kontrollen: Individuelle Arbeitsplatzbeleuchtungssysteme

Cibse European Standards

Europäische Beleuchtungspraktiken

CIBSE-Tabellen 6.2, 6.4 und 6.5Befassen Sie sich mit europäischen Designüberlegungen:

Regionale Faktoren:

  • Tageslichtintegration: Höhere Abhängigkeit von natürlichem Licht
  • Effizienzstandards: Strengere Anforderungen an die Energieeffizienz
  • Gerätetypen: Verschiedene Leuchtendesigns und -installationen
  • Betriebspläne: Regionale Arbeitsmuster und -praktiken

Berechnungsmethoden

Europäischer Ansatzbetont:

Lichtleistungsdichte:

  • W/m²-Berechnungen: Flächenbasierte Lastschätzung
  • Aufgabenspezifische Beleuchtung: Fokussierte Beleuchtungsstrategien
  • Energieeffizienz: Einhaltung der EU-Richtlinien
  • Tageslichtfaktoren: Anforderungen an die Integration von natürlichem Licht

Anwendungen zur Ladungsberechnung

Praktische Umsetzung

Tabelle 49 SpezifikationenBereitstellung anwendungsorientierter Lichtdaten:

Lastberechnung Methodik:

  1. Beleuchtungsinventar: Tatsächliche Vorrichtungstypen und -mengen
  2. Betriebspläne: Tägliche und saisonale Muster
  3. Kontrollsystemeffekte: Dimm- und Schalteffekte
  4. Vielfalt Faktoren: Annahmen zum gleichzeitigen Betrieb

Überlegungen zum Gebäudetyp

Der Wärmegewinn durch die Beleuchtung schwankt erheblichper Bauantrag:

GebäudetypTypical LPD (W/ft²)SpitzenwärmegewinnBesondere Überlegungen
Bürogebäude0.8-1.22,7–4,1 Btu/h/ft²Arbeitsplatzbeleuchtung, Computerintegration
Einzelhandelsräume1.5-3.05,1–10,2 Btu/h/ft²Displaybeleuchtung, Akzentsysteme
Lehrreich1.0-1.53,4–5,1 Btu/h/ft²Anforderungen an den Unterricht, Sportanlagen
Gesundheitswesen1.2-2.04,1–6,8 Btu/h/ft²Spezialisierte medizinische Beleuchtung
Industriell0.8-1.52,7–5,1 Btu/h/ft²Aufgabenspezifische Hochregalbeleuchtung

Überlegungen zur Lastberechnung

Zeitabhängige Faktoren

Muster des Wärmegewinns bei der Beleuchtungerfordern eine sorgfältige zeitliche Analyse:

Betriebspläne:

  • Geschäftszeiten: Hauptbetriebsperioden
  • Beleuchtung nach Feierabend: Sicherheits- und Reinigungsanforderungen
  • Wochenendbetrieb: Reduzierte, aber vorhandene Belastungen
  • Saisonale Variationen: Tageslichtintegrationseffekte

Strahlende vs. konvektive Spaltung

Die Wärmeverteilung beeinflusst das Systemdesign:

Typische Aufteilungen nach Gerätetyp:

  • Einbauleuchtstofflampe: 60 % Strahlung / 40 % Konvektion
  • Aufbau-LED: 70 % Strahlung / 30 % Konvektion
  • Indirekte Beleuchtung: 80 % Strahlung / 20 % Konvektion
  • Schienenbeleuchtung: 50 % Strahlung / 50 % Konvektion

Überlegungen zum modernen Design

Einhaltung der Energievorschriften

Zeitgemäße Beleuchtungsstandardssorgen für geringere Wärmegewinne:

Code-Anforderungen:

  • ASHRAE 90.1: Maximale Grenzwerte für die Lichtleistungsdichte
  • Kalifornischer Titel 24: Strenge Effizienz- und Kontrollanforderungen
  • IECC: Effizienzstandards für Wohnraumbeleuchtung
  • Lokale Änderungen: Regionale Änderungen und Erweiterungen

Intelligente Gebäudeintegration

Fortschrittliche BeleuchtungssystemeDynamisches Lastmanagement aktivieren:

Integrationsmöglichkeiten:

  • BMS-Konnektivität: Zentralisierte Beleuchtungs- und HVAC-Steuerung
  • Nachfrageantwort: Lastabwurf während Spitzenzeiten
  • Prädiktive Kontrollen: Vorwegnahme von Licht- und Wärmelasten
  • Energieanalytik: Leistungsüberwachung in Echtzeit

Qualitätssicherungsmethoden

Designüberprüfung

Genaue Schätzung der Beleuchtungslasterfordert eine systematische Validierung:

Überprüfungsverfahren:

  • Überprüfung der Beleuchtungspläne: Bestätigen von Vorrichtungstypen und -mengen
  • Analyse des Steuerungssystems: Betriebsmuster verstehen
  • Energiemodellierung: Lastintegration für das gesamte Gebäude
  • Bewertung der Nachbeobachtung: Tatsächliche vs. vorhergesagte Leistung

Koordinationsanforderungen

Beleuchtungs- und HVAC-Integrationerfordert eine enge Abstimmung:

Designkoordination:

  • Platzierung der Vorrichtung: Auswirkungen auf Luftverteilungsmuster
  • Überlegungen zum Plenum: Wärmegewinn und Rücklufteffekte
  • Kontrollintegration: Synchronisierter Beleuchtungs- und HVAC-Betrieb
  • Wartungszugang: Serviceanforderungen für beide Systeme

Neue Technologien

Fortschrittliche Beleuchtungssystemeweiterentwickeln:

Technologieentwicklungen:

  • Auf den Menschen ausgerichtete Beleuchtung: Überlegungen zum zirkadianen Rhythmus
  • Li-Fi-Integration: Datenübertragung durch Beleuchtung
  • Organische LEDs: Flexible und effiziente Beleuchtungsflächen
  • Quantenpunkte: Verbesserte Farbwiedergabe und Effizienz

Nachhaltigkeitsintegration

Grüne BaupraktikenBetonen Sie die Lichteffizienz:

Nachhaltige Strategien:

  • Netto-Null-Energie: Hocheffiziente Beleuchtungssysteme
  • Erneuerbare Integration: Solarbetriebene Beleuchtungssysteme
  • Materialauswahl: Nachhaltige Vorrichtungsherstellung
  • Planung der Lebensende: Wiederverwertbare und wartungsfähige Komponenten

Genaue Schätzung des Wärmegewinns durch Beleuchtungbleibt für ein effektives HVAC-Design von entscheidender Bedeutung, wirkt sich direkt auf die Systemkapazität, den Energieverbrauch und den Komfort der Bewohner aus und ermöglicht gleichzeitig eine optimale Integration zwischen Beleuchtung und mechanischen Systemen.